Dienstag, 9. September 2008

Glockengeläut

Als ich eines Tages gedankenverloren an meiner Freizeitbeschäftigung sitze, Puzzle zusammensetzen, fällt mir auf einmal der ferne Glockenschlag auf. Oder besser gesagt, dass beständige Läuten eines Kirchturmes. Schon beinahe tönte es wie ein Sturmgeläut. Überrascht denke ich, wieso ist mir das Geläut erst jetzt aufgefallen? Einerseits sicher, weil ich zufest in meinen Gedanken vertieft war, andererseits aber sicher auch, weil es nichts mehr bedeutet, wenn eine Glocke schlägt. Man hat sich eben daran gewöhnt, das Geläut zu ignorieren. Seit langem hat man sich von der Kirche entfremdet. Der Verstand hat sich von gottesdienstlichem Leben abgelöst und macht sich noch lustig darüber. Blass und undeutlich kann man sich gerade noch an die eigene Konfirmation erinnern. Jetzt geht man noch zur Kirche wenn jemand stirbt oder heiratet. Ansonsten ist man zur besten Kirchenzeit, dem Sonntag-morgen, sein eigener Herr und fest von einer weichen Bettdecken umgeben. Da mag es sich auch ein bischen fremd und eigenartig anfühlen, dass der Glockenklang Eingang in die Rockmusick gefunden hat. Hells Bells, die Höllenglocken haben aber vielleicht sogar recht. Wenn der Kirchturm den Bürger nicht mehr zu frommem Kirchgang zu verlocken mag, kehrt sich die Botschaft. Das Geläut zeigt den Weg zur Hölle. Das Rufen der Glocke bedeutet nichts mehr. Wenn man dann einmal hinhört, verkündet sie dem Gewissen, was der Mensch eigentlich mal sollte. -
Als Mitglied von Jesus Freaks St.Gallen frage ich mich nach den Möglichkeiten, die man anstelle des Glockengeläuts einsetzen könnte, um Bürger wieder in die Gemeinschaft in einer langen Sitzbank zu rufen. Ist eine Gemeinschaft lebendig, das heisst, die Frohheit deutlich spürbar, so ist dies sicher das erste auf das Leute ansprechen. Dann aber kann man aber auch Gruppenspezifisch am Klang der Glocke arbeiten. Das Kirchengeläut kann sicher attraktiver ausfallen, als ein monotones Gebimmel. Die Aufforderung einen Gottesdienst zu besuchen kann mit einer knalligen Internet Seite ins Land posaunt werden. Ein abgefahrenes Konzert kann jungen Menschen mal die Augen über geistliche Wahrheiten öffnen. Ein obergeiles Fest eine trunkene Einsamkeit lindern. Die Vernetzung im Internet andere auf sich aufmerksam machen. Plakate dem eingeschlafenen Bürger ins Auge springen. Mucken den Musikfanatiker aufhorchen lassen. Hier ist auch der Auftrag der Jesus Freaks. Jesus Freaks gründen neue Gruppen und Gemeinden um in ihrer Umgebung Gleichgesinnte mit modernem Geläut zu wecken. Für Jesus, für Gott:-)

1 Kommentar:

kopfchaos hat gesagt…

totally off-topic.....:
..... über wakanada und sravana bin ich für einen award nominiert worden, den ich, unter anderen, gerne auch an dich weiterreichen möchte.....